teaser bg6

SchülerInnenkonferenz

Seit 1999

Bereits 1999 wurde die „Kinderkonferenz“ eingerichtet. Diese tagt seitdem i. d. R. wöchentlich und wird von einer Lehrerin begleitet. Je mehr es in den folgenden Jahren um Schulentwicklung und –gestaltung ging, desto mehr wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung der Lern- und Arbeitsbedingungen ein Mitspracherecht erhalten mussten. Die kindliche Sicht auf Schule, Lernen und Leben gewann immer mehr an Bedeutung in einem Prozess der Öffnung und Einbeziehung auch außerschulischer Kompetenzen.

Wöchentliche Sitzung der SchülerInnenkonferenz

In der SchülerInnenkonferenz ist jede Lerngruppe, auch die Vorschule, vertreten durch den Lerngruppensprecher und die -sprecherin. Die Sitzung wird moderiert durch eine Lehrkraft. Für besondere Themen kann die SchülerInnenkonferenz ExpertInnen hinzuziehen.

Die SchülerInnenkonferenz der Schule Rellinger Straße ist eingebunden in das mehrstufige Feedbackverfahren:

  • Regelmäßige Morgenkreise, in denen neben persönlichen Erfahrungen, Lernplanungen auch Besonderheiten aus dem Schulleben zu neuen Themen für die Schüko führen
  • Wochenabschlussrunde mit Feedback (auch für die LehrerInnen) zum Lern- und Arbeitsverhalten
  • Wöchentlich verbindlich reservierte Zeit in den Lerngruppen für Berichte aus der SchülerInnenkonferenz mit Diskussion, Anregungen, Meinungen und Wünschen

Erfolge

Die SchülerInnenkonferenz (auch SchüKo genannt) hat sich mit den Schulalltag prägenden Veränderungen befasst. So wurde auf Antrag der Schüko die Rhythmisierung des Vormittags geändert, ein Boxraum eingerichtet, ein Aufsichtskonzept für die Pausen erarbeitet. Diese Ideen wurden in Anträgen formuliert, in die Gremien eingebracht, verabschiedet und erfolgreich umgesetzt. Die von der Schüko angestoßenen Veränderungen sind bis heute fester Bestandteil des Schullebens.

Die Schüko entscheidet mit über die Teilnahme an Wettbewerben, Gestaltung von Schulfesten und wie bestimmte Räume aussehen sollen. Sie entscheidet ebenfalls über die Verwendung von Geldern, die z. B. nach schulischen Flohmärkten oder durch andere Aktivitäten eingenommen wurden. Hierbei zeigt sich ein großes Interesse daran, solche Mittel für Kinder in Not einzusetzen.

Die Schüko hat sich auch bereits mit der Umgestaltung des Pausenhofs und der Schaffung von attraktiven, herausfordernden Spielangeboten beschäftigt. Dies geschah in Kooperation mit der Schulhofgestaltungs-AG, bestehend aus LehrerInnen, Eltern und Freizeitpädagogen.

Gesellschaftlicher Wert

Kinder verbringen einen großen Teil des Tages in der Schule. Hier muss einerseits ein Klima geschaffen werden, in dem Kinder gerne lernen, andererseits wird eine Kultur der Gemeinschaft und des gegenseitigen Respekts erwartet. Hier sind Ort und Zeit, um solche Kompetenzen zu fördern, die im späteren Leben gebraucht werden. Die Arbeit in Gremien, das Aufnehmen von Anliegen anderer, das Einschätzen der Wichtigkeit für die Schule, das Formulieren und die Verfolgung eines Antrages bis zur Abstimmung - Erfahrungen, die es erleichtern können, später selbst in Gremien mitzuarbeiten.

In einer Gesellschaft, in der bereits 16jährige wählen können sollen, ist es besonders wichtig, Erkenntnisse und Erfahrungen über Beteiligungsmöglichkeiten schon frühzeitig zu ermöglichen. Kompetenzen, die z.B. Planen und Aufstellen einer Tagesordnung, Einladungen formulieren, Einhalten von Diskussionsregeln das Schreiben von Protokollen etc. müssen angelegt und entwickelt werden. Dies hilft u. U. auch dabei, Gruppen zu beteiligen, die sich sonst eher von solchen Aktivitäten fernhalten.

Satzung

Und hier findet Ihr die Satzung der SchülerInnenkonferenz