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Holzwerkstatt mit Andreas Neuffer

„Wir brauchen alle Talente“

Seit 2009 ist der Unterricht in der Holzwerkstatt - mit einigen Unterbrechungen - fester Bestandteil im Schulunterricht. So konnte endlich dem handwerklich-kreativen Bereich im Schulalltag ein stärkeres Forum gegeben werden. An drei Vormittagen können LehrerInnen die Werkstatt für ihre Lerngruppe „buchen“. Zusätzlich bietet die „offene Werkstatt“ jeweils 8 Schülern aus verschiedenen Lerngruppen die Möglichkeit, nach individuellem Bedarf zu arbeiten.

In der Werkstatt erleben die Kinder oftmals, welche Fähigkeiten in ihnen schlummern und nehmen den Wert künstlerischen Gestaltens wahr. Ihre Fähigkeiten werden gefördert und zu Fertigkeiten ausgebildet. Die Entwicklung und Umsetzung eigener Phantasie und Kreativität, die Begeisterung und Freude an Gestaltung, die freie künstlerische Entfaltung sind Ziele des Unterrichts. Darüber hinaus werden Werte wie Geduld, Ausdauer, selbständiges Arbeiten und gegenseitige Hilfe gefestigt. Die jüngsten Schüler erlernen anhand gestellter Aufgaben die handwerklichen Grundkenntisse und werden an alle Werkzeuge herangeführt.

Umgang mit Holz und weiteren Materialien

Im Mittelpunkt steht zunächst der Werkstoff Holz. Die Erfahrung, dass sich ein einfaches Stück Holz durch sägen, schleifen, hämmern in ein Boot, Spielzeug oder eine Vogelscheuche verwandelt, macht die Kinder stolz und selbstbewusst. Sie erfahren,dass es Zeit braucht, wenn eine Idee Form annehmen soll. Nach und nach lernen die Kinder andere Materialien kennen und haben so die Möglichkeit, sich jeweils ihren unterschiedlichen, individuellen Vorstellungen entsprechend mit dem geeigneten Material künstlerisch auszudrücken.

Verknüpfung mit anderen Projekten

In den mittleren und oberen Klassenstufen wird nach Absprache mit den LehrerInnnen oft parallel zu aktuellen Unterrichtsthemen gearbeitet und diese von der künstlerisch-handwerklichen Seite beleuchtet (z.B. bei den Projekten Brücken, Gotik, Planeten, Schall usw.). Einen wichtigen Teil nehmen hierbei Gemeinschaftsarbeiten ein, bei der die Schüler erfahren, dass jeder Einzelne zum Gelingen des Ganzen beitragen muss (Architekturprojekte, Windskulptur, Wandgestaltung, Bildhauerprojekt, Schulgartenzaun, Müllskulpturen, Schattenspiel ,"Der Lauf der Dinge" usw .). Zu einigen Projekten werden Fachleute wie Bildhauer, Architekten und Maskenbildner eingeladen oder verschiedene Ausstellungen in Museen, in der Kunsthalle und in Ateliers besucht.

Präsentation der Ergebnisse

Die Ergebnisse werden meistens im Schulgebäude präsentiert, aber auch an öffentlichen Orten, wie in der Apostelkirche, in Ladenschaufenstern im Stadtteil, in der KIBI (Kinder Bibliothek) oder im Atelier von Andreas Neuffer. So erfahren die SchülerInnen, dass Kunst nicht nur im Klassenraum stattfindet, sondern auch eine Möglichkeit ist, ihre Umwelt aktiv zu gestalten.

Andreas Neuffer

Andreas Neuffer ist gelernter Steinmetz/Steinbildhauer, hat ein abgeschlossenes Kunststudium im Bereich “Freie Kunst“ und arbeitet als freier Künstler (www.andreasneuffer.de). Er lehrt seit vielen Jahren an der Relli. Sein Atelier liegt gegenüber der Schule in der Rellinger Straße 22.